Von links: Inga Schönfeld, Andrea Wesselmann, Vera Hilder, Elisabteh Höffker, Annika Koke und Andrea Jäger
Die Erfahrung, Abschied nehmen zu müssen, gehört zu jedem Menschenleben. Damit verbunden ist häufig das Gefühl des Traurigseins. "Dass jeder Mensch irgendwann einmal sterben wird, wissen wir. Doch den Tod verbannen wir möglichst weit weg aus unserem Leben. Trauernde erleben es immer wieder, dass Bekannte einen Bogen um sie machen", so Annika Koke vom Fachdienst Gemeindecaritas. Durch das Erleben des Sterbens lieb gewordener Menschen sind Trauernde daher besonders herausgefordert.
"Interessierten möchten wir die Möglichkeit geben, sich diesem Tabu-Thema in unserer Gesellschaft zu nähern", so Krankenhaus-Seelsorgerin Andrea Wesselmann. Daher haben sie und viele Kooperationspartner ein ansprechendes Programm für den Motto-Monat "Lebensphase Sterben: Abschied, Tod und Trauer" zusammengestellt.
Dabei sind Menschen, die Erfahrung im Umgang mit Sterbenden und deren Zugehörigen haben, wie zum Beispiel Vera Hilder von der Hospiz-Initiative Steinfurt e.V., die die Hospiz-Idee mit ehrenamtlich Engagierten vorstellen wird. Für die, die es genauer wissen möchten, wird ein "Letzte Hilfe-Kurs" mit Hilfestellungen im Umgang mit Sterbenden angeboten.
Viele Menschen bewegt die Frage, welche Bestattungsformen in Steinfurt möglich sind. Dazu hat Anne Probst von der Friedhofsverwaltung der Stadt Steinfurt einen Flyer erstellt. Sie und der Bestatter und Thanatologe Markus Dartmann werden sich Fragen Interessierter im Rahmen eines Friedhofscafés stellen, ebenso wie Trauerbegleiterinnen und -begleiter sowie Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen Gemeinde und der Gemeinde St. Nikomedes.
Zu ethischen Fragestellungen wird der Geschäftsführer der Ethikkommission des Bistums Münster, Dr. Boris Krause, bei einem Kamin-Abend im Nachbarschaftshaus Michael Stellung beziehen. Die Familienbildungsstätte Steinfurt wird einen Vortragsabend zum Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht anbieten. "Wer sich dem Thema literarisch nähern möchte, ist im Literatur-Café mit Anne Rose im Nachbarschaftshaus Michael richtig", so Andrea Jäger vom Quartiersmanagement.
Abgerundet wird der Motto-Monat durch den thematischen Büchertisch in der Bücherei St. Nikomedes, eingerahmt durch zwei Gottesdienste. Ein Flyer ist auf der Internet-Seite des Quartiermanagements sowie bei allen Beteiligten erhältlich.