Einzug und Einleben auch in bewegten Zeiten ein voller Erfolg

24.08.2020 // Seit zwölf Wochen in Betrieb: Neue Wohnstätte der Tectum Caritas

Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeitenden der neuen Wohnstätte fühlen sich wohl in ihrem neuen Zuhause.

Plötzlich ging dann alles ganz schnell: Anfang Juni 2020 haben 24 erwachsene Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen die neue Wohnstätte der Tectum Caritas gGmbH an der Billerbecker Straße in Altenberge bezogen. Damit endete die Zeit der Vorbereitung und Planung für die neuen Bewohner und deren Angehörige und ein neuer Lebensabschnitt hat begonnen.

Rückblick: Im April und Mai dieses Jahres wurde die geplante Inbetriebnahme der neuen Wohnstätte aufgrund der Corona-Pandemie behördlicherseits untersagt. Diese Maßnahme zum Gesundheitsschutz von Bewohnerinnen und Bewohnern wie den Mitarbeitenden wurde durch die Tectum Caritas gGmbH als Trägerin der Einrichtung vollumfänglich mitgetragen. Alle zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner und ihre Eltern zeigten ebenfalls volles Einverständnis mit dieser notwendigen Verfügung, auch wenn man sich natürlich schon sehr auf den eigentlich für April geplanten Einzug gefreut hatte.

Durch die im Mai verfügten Lockerungen war die Inbetriebnahme des Hauses dann möglich und wurde innerhalb eines knappen Monats umgesetzt. Die erwartungsfrohen, künftigen Bewohnerinnen und Bewohner nutzten diese Zeit für die letzten Vorbereitungen. Die Möbel waren ja schon pünktlich zum früheren Einzugstermin angeschafft und übergangsweise zum Teil zuhause eingelagert worden. Nun ging es daran, die neuen Räumlichkeiten gemeinsam mit ihren Angehörigen einzurichten und es wurde im ganzen Gebäude tatkräftig geschleppt und geschraubt...

Am Abend vor den ersten Einzügen, dem diesjährigen Pfingstmontag, besuchte eine Delegation der neuen Bewohnerinnen und Bewohner und Mitarbeitenden den Gottesdienst der Kirchengemeinde St. Johannes Baptist in Altenberge. Pastor Stepan Sharko begrüßte die Bewohnerinnen und Bewohner sehr herzlich in der Gemeinde und wünschte ihnen einen guten Start im neuen Zuhause mit vielen guten Kontakten. Gemeinsam wurde ein schöner Gottesdienst gefeiert, der musikalisch durch den ökumenischen Chor begleitet wurde.

In den darauffolgenden Tagen fanden dann die Einzüge statt, die laut Einrichtungsleiter Jonas Röttgering ganz problemlos verliefen. Nun galt es für Bewohnerinnen und Bewohnern wie für die Mitarbeitenden, in einen neuen gemeinsamen Alltag zu finden und sich in der Wohnstätte einzuleben. Eine erhebliche zusätzliche Anforderung ergab sich natürlich durch die Corona-Situation: Um den Gefahren des Corona-Virus gerecht zu werden, galt es eine Vielzahl von Maßnahmen einzuhalten. In dieser ersten Phase war der persönliche Kontakt zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern und deren Angehörigen nur telefonisch möglich. Mehrere Tablets wurden angeschafft, so dass den Bewohnerinnen und Bewohnern Videotelefonie mit Angehörigen via Tablet ermöglicht wurde. Unter Wahrung aller Hygiene-Maßnahmen war darüber hinaus ein direkter persönlicher Kontakt in einem Besucherzimmer möglich.

Nun, nach den ersten Wochen der notwendigen Schutzmaßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie, können wieder erweiterte Besuchskontakte stattfinden. Es können unter Beachtung der Hygiene-Regeln wieder Ausflüge unternommen und auch Besuche im Elternhaus gemacht werden. Seit Mitte August können die Bewohnerinnen und Bewohner zudem auch wieder ihrer Arbeit nachgehen und die Caritaswerkstätten in Steinfurt und Ochtrup besuchen.

Einrichtungsleiter Jonas Röttgering zieht sehr zufrieden ein Fazit der ersten knapp drei Monate: "Mit neuen Bewohnerinnen und Bewohnern, die in den meisten Fällen erstmals außerhalb des Elternhauses leben, ein ganz neues Haus zu beziehen und mit vielen neuen Mitarbeitenden zu starten - das ist eine tolle gemeinsame Erfahrung für alle. Natürlich klappt nicht alles gleich auf Anhieb, man improvisiert an mancher Stelle, lernt sich dabei auch kennen und es ist eine schöne, erlebnisreiche Pionierphase. Wir können heute feststellen, dass die Eingewöhnung sehr gut vorangeht und wir freuen uns darauf, wenn alle nun - soweit die Corona-Lage es eben zulässt - auch den Ort Altenberge für sich entdecken können und am Leben in der Gemeinde teilhaben."

Die Einsegnung der neuen Einrichtung wird aufgrund der Corona-Lage im internen Rahmen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern stattfinden. Sie alle freuen sich bereits zusammen mit Geschäftsführer Gregor Wortmann, Wohnbereichsleitung Inge Wedmann-Pelka sowie Jonas Röttgering und den Mitarbeitenden darauf, sobald es die Entwicklung zulässt, das Haus der Öffentlichkeit zu präsentieren.

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