Interkulturelle Frauengruppe gestaltet Friedensbild

18.03.2020 // Das monatliche Treffen der interkulturellen Frauengruppe des Caritasverbandes Steinfurt stand im März unter dem Motto "Kekse, Kunst und Kontakte".

"Die Kekse stehen dafür, es sich gut gehen zu lassen. Die Kunst ermöglicht ein geselliges Miteinander, bei dem die Sprache nicht im Vordergrund steht. Und die Kontakte sind wichtig für die Integration. Der Austausch läuft dann locker nebenbei", beschreibt Stefanie Herrmann vom Caritasverband das Konzept des Workshops, das die ehrenamtlich Engagierte, Maria Brümmer-Hesters, zusammen mit der Künstlerin Zahra Dehghani aus Emsdetten mit nach Steinfurt gebracht hatten.

Inspiriert von dem internationalen Friedensprojekt "Simply blue" gestalteten rund 20 Frauen unterschiedlicher Herkunft gemeinsam blau-weiße Papierfliesen. Dazu wurden zunächst Papierquadrate mit blauer Tinte eingefärbt. Nach dem Trocknen malten die Frauen mit einem Tintenlöscher Mandalas oder andere Muster auf die Papiere. So entstanden ganz individuelle, kleine Kunstwerke, denen nur das Format und die Farben gemeinsam sind.

Die iranische Künstlerin Zahra Dehgahni erläuterte die Bedeutung der Farben im arabischen Kulturkreis: "Blau steht für Ruhe, und Weiß ist die Farbe der Reinheit." Dass es eine ähnliche, ganz alte Tradition auch in Westfalen gibt, hatten die Teilnehmerinnen der Frauengruppe bereits eine Woche zuvor bei einem Besuch der Blaudruckwerkstatt des Heimatvereins erfahren, berichtet Stefanie Herrmann. Dort erhielten die Frauen tolle Anregungen für ihre Fliesenmuster, bevor sie nun selbst kreativ wurden.

An nur einem Nachmittag stellten die Teilnehmerinnen 48 Fliesen her, die am Ende zu einem großen Gesamtbild arrangiert wurden. "Es war ein wunderbarer Workshop. Unsere Frauen ließen sich von der Idee begeistern, Teil dieses internationalen Friedenprojektes zu sein und brachten sich künstlerisch ein", berichtet Stefanie Herrmann. Auch versprach sie den Frauen, dieses schöne Symbol für "Individualität in Gemeinschaft" rahmen zu lassen und mit einer Erklärung in den Einrichtungen des Caritasverbandes sowie im Rathaus, in Schulen und anderen öffentlichen Räumlichkeiten auszustellen.

Quelle: Westfälische Nachrichten

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