Neujahrsempfang im Heinrich-Roleff-Haus

11.01.2020 // Zum Neujahrempfang im Heinrich-Roleff-Haus in Steinfurt-Borghorst hatten sich zahlreiche Gäste eingefunden, darunter Vertreter aus den Kirchen, der Politik und der Verwaltung sowie Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeitende, Kollegen und Kooperationspartner. Auch die Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking und Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer waren zum Jahresauftakt ins Heinrich-Roleff-Haus der Domus Caritas gekommen.

Geschäftsführer Burkhard Baumann (rechts) und Einrichtungsleiter Clemens Schulze Beiering freuten sich über den Besuch von Christina Schulze Föcking MdL (rechts) und Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer.

Eine lange Reihe von Dienstjubiläen konnte im Rahmen des Neujahrsempfangs gefeiert werden. Auch wurden Mitarbeitende, die Aus- und Weiterbildungen abgeschlossen haben, von den Verantwortlichen mit Blumensträußen geehrt.

Christina Schulze Föcking MdL

Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer

Einrichtungsleiter Clemens Schulze Beiering

Geschäftsführer Burkhard Baumann

"Wir leben in guten Zeiten!", verbreitete Heimleiter Clemens Schulze Beiering in seiner Ansprache Optimismus, "trotz oder gerade wegen der rasanten Veränderungen und Herausforderungen, denen wir uns gegenübersehen." Die Nachfrage nach Pflegeangeboten sei "ungebrochen hoch", weshalb im Heinrich-Roleff-Haus leider auch nicht alle Anfragen im vergangenen Jahr bedient werden konnten. Aber das zeige eben auch: "Wir werden gebraucht und leisten eine wichtige Arbeit!"

Christina Schulze Föcking MdL dankte allen Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen in der Altenpflege für ihre "wertvolle Arbeit", die sie selber bei einer Hospitation in einem Altenheim kennen gelernt habe. Sie forderte alle Anwesenden auf, ihre politischen Anliegen an sie heran zu tragen, damit sie diese als ihre Vertreterin im nordrhein-westfälischen Landtag zur Sprache bringen könne.

Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer überbrachte die Neujahrsgrüße des Rats und der Stadtverwaltung. Sie dankte für die immer "gewinnbringende Zusammenarbeit" mit dem Heinrich-Roleff-Haus und darüber hinaus mit der Domus Caritas etwa im Bereich des Projekts "Weberquartier". So freue sie sich auch auf die künftige Zusammenarbeit.

Trotz des Mangels an Pflegefachkräften in der gesamten Branche konnte das Heinrich-Roleff-Haus alle Stellen besetzen und zudem mit zusätzlichem Geld aus der Krankenversicherung (so genannte "Spahn-Stellen") eineinhalb neue Stellen schaffen, freute sich Heimleiter Schulze Beiering über die Entwicklungen im vergangenen Jahr. Zudem kann den Bewohnern der Einrichtung mit der Gesundheitlichen Versorgungsplanung (GVP) nun ein qualifiziertes Beratungsangebot zur palliativen Versorgung gemacht werden. Auch die Kurzzeitpflege wird seit einiger Zeit besser refinanziert, sodass das Haus hier sein Angebot leicht erweitern konnte.

Mit der Umsetzung der neuen, erst seit November 2019 geltenden Qualitätsprüfungsrichtlinie (QPR) sei man im Heinrich-Roleff-Haus im Rahmen einer Prüfung bereits konfrontiert, aber auch enttäuscht worden. Denn von dem eigentlich angestrebten Vorrang der Ergebnisqualität und der "fachlichen Augenhöhe" sei noch nicht viel spürbar gewesen, so Schulze Beiering. Trotzdem zeigte er sich zuversichtlich, dass sich das Prüfverfahren noch verbessern lässt und dann wirklich "die Ergebnisqualität und der fachliche Diskurs mehr in den Vordergrund rücken, wo sie auch hingehören", so der Einrichtungsleiter.

Auch der Geschäftsführer der Domus Caritas, Burkhard Baumann, reihte sich mit seinem Beitrag in die optimistische Grundstimmung am Anfang des Jahres ein. In seinem Grußwort ging Baumann auf das neue Pflegeberufegesetz ein, nach dem die Altenpflegeausbildung und die Krankenpflegeausbildung zur so genannten generalistischen Pflegeausbildung mit einem einheitlichen Berufsabschluss zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann zusammengelegt werden. Damit solle die Ausbildung modernisiert und der Berufsbereich der Pflege aufgewertet werden.

Mit bestmöglichen Ausbildungsbedingungen, etwa eine ausreichende Anzahl an Schulplätzen und Kapazitäten für die praktische Ausbildung insbesondere auch genügend qualifizierte und motivierte Praxisanleiterinnen und -leiter, müsse eine gute Qualität sichergestellt werden. "Wenn uns dies gelingt, wäre dies neben der häufig zu hörenden Botschaft des Pflegenotstandes eine wirklich gute Nachricht", so Baumann abschließend.

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