Ambulante Pflege - Caritas mit Gesicht

04.10.2019 // Aus Anlass des 40-jährigen Jubiläums der ambulanten Pflege der Domus Caritas gGmbH waren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem gemeinsamen Gottesdienst in die Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Steinfurt-Borghorst und anschließend zu einem Mitarbeitendenfest in das benachbarte Don Bosco Heim eingeladen.

Ein starkes Team: Insgesamt rund 110 Mitarbeitende in der ambulanten Pflege versorgen Tag für Tag rund 500 Patienten.

Gesamtleiterin Christiane Nitz (zweite von links) und Geschäftsführer Burkhard Baumann (vierter von links) ehrten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die seit zehn, 20 und 25 Jahren ihren Dienst in der ambulanten Pflege der Domus Caritas verrichten (von links): Monika Rave, Grit Hundt, Dietmar Brunstermann, Andrea Ruhoff, Evi Fischer, Anne Pachnicke, Resi Bode. Nicht auf dem Bild: Marion Kamping-Prümers, Maike Musekamp, Bärbel Peters

Den Gottesdienst mit dem Vorsitzenden des Caritasverbandes, Pfarredechant Johannes Büll, gestalteten Mitarbeitende der ambulanten Pflege mit. In seiner Predigt machte Pfarredechant Johannes Büll anhand der Geschichte vom Barmherzigen Samariter und dem Paulus-Wort "Einer trage des anderen Last" deutlich, dass das Hilfehandeln der ambulanten Pflege eine Form der Erfüllung des "Gesetzes Christi der Nächstenliebe" ist.

Der Geschäftsführer der Domus Caritas, Burkhard Baumann, betonte in seiner Ansprache seine hohe Wertschätzung für die ambulant Pflegenden: "Sie sind diejenigen, die jahraus jahrein über das Land fahren, um Menschen zuhause zu pflegen, zu betreuen und zu begleiten. Und sie tun dies mit hoher Fachlichkeit, Herz, Hand und Verstand. Sie sind und bleiben bei den Menschen - bis zuletzt!" Daher sei die 40-jährige Geschichte der ambulanten Pflege beim Caritasverband Steinfurt eine Erfolgsgeschichte zum Wohle der Menschen, "die ohne Sie - die Pflegenden - nicht möglich gewesen wäre. Dafür ein herzliches Dankeschön!" Und weiter: "Sie geben der Caritas damit ein Gesicht und leben - ganz praktisch - ein gutes Stück Kirche."

Die Gesamtleiterin der ambulanten und teilstationären Dienste der Domus Caritas, Christiane Nitz, dankte ebenfalls den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. "Es ist manchmal eine ziemliche Herausforderung, allen Patientinnen und Patienten gerecht zu werden. Das ist eine ernorme, aber auch eine schöne Aufgabe." Und weiter: "Ihr kennt eure Patienten und habt alles im Blick. Das ist wichtig und macht gute Pflege aus." Neben der Pflege gehöre dazu auch die Arbeit in der Hauswirtschaft und der Betreuung, die die Pflege ergänzt, machte Nitz deutlich. "Nur in diesem Miteinander gelingt eine wirklich gute Versorgung." Darüber hinaus dankte sie den Pflegedienstleitungen, die neben den Wünschen der Patienten und der Mitarbeitenden auch die Wirtschaftlichkeit und Qualität in der Pflege im Blick haben müssten. "Ihr meistert das alles wirklich gut, dafür und für die gute Zusammenarbeit möchte ich euch heute Danke sagen."

Mit Blick auf den Pflegenotstand erklärte Christiane Nitz, dass es aufgrund der personellen Situation immer schwer sei, betroffenen Pflegebedürftigen absagen zu müssen. Gleichwohl sei es wichtig, die Mitarbeitenden vor Überlastung zu schützen. "Ihr könnt sicher sein, dass wir nur so viele Patienten aufnehmen, deren Versorgung wir auch gewährleisten können." Nitz betonte aber, dass sich die Personalsituation sowohl im vergangenen Jahr als auch im laufenden Jahr deutlich verbessert habe. 18 neue Kräfte konnten im vergangenen Jahr eingestellt werden, und in diesem Jahr sehe der Trend ähnlich günstig aus. "Daher sind wir für die Zukunft der ambulanten Pflege zuversichtlich!"

Vor genau 40 Jahren, im Oktober 1979, wurde die erste Sozialstation des Caritasverbandes in Ochtrup gegründet. Die Arbeit in der ambulanten Versorgung wurde damals durch Ordensschwestern geleistet. Nach kurzer Zeit wurde auch ein Pflegebüro für die ambulante Versorgung in Borghorst eingerichtet.

Zunächst wurde die Pflege über Spenden und über Zuschüsse der Kommune, der Pfarrei und des Bistums finanziert. Später dann wurden die Kosten der medizinischen Behandlung durch die Krankenkassen finanziert, die Grundpflege aber kostenlos mit übernommen.

Bereits in den 80'er Jahren wurde die ambulante Pflege auf alle sieben Kommunen im Bereich des Caritasverbandes Steinfurt mit einer Sozialstationen "Mitte", "Süd" und "Nord" ausgeweitet. Mit dem Start der Pflegeversicherung 1995 wurden dann die öffentlichen Zuschüsse für die ambulante Pflege gestrichen, und es entstand ein Pflegemarkt. "Diese Veränderungen stellten und stellen für uns nach wie vor eine große Herausforderung dar, gilt es doch Caritas-Denken und Fürsorge mit wirtschaftlichem Denken und Handeln zu verknüpfen", erklärte Geschäftsführer Burkhard Baumann.

Jüngere Entwicklungen in der ambulanten Versorgung sind der zusätzliche Aufbau eines Hauswirtschafts- und Betreuungsdienstes, vor allem für Patienten mit einer Demenzerkrankung, die palliative Pflege oder die Einrichtung von Pflegeberatungsbüros, etwa in Altenberge und Horstmar-Leer.

Die ambulante Pflege der Domus Caritas mit seinen Sozialstationen in Steinfurt-Borghorst, Horstmar und Ochtrup beschäftigt rund 110 Mitarbeitende, die mehr als 500 Patientinnen und Patienten versorgen. "Wir rechnen in den nächsten Jahren mit einer weiterhin wachsenden Nachfrage im Bereich der ambulanten und teilstationären Versorgung", so Baumann abschließend.

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