Verabschiedung der Leiterin des Kardinal-von-Galen-Hauses

04.02.2019 // Nach 39 Jahren beim Caritasverband Steinfurt - zuletzt 22 Jahre lang als Einrichtungsleiterin des Kardinal-von-Galen-Hauses in Ochtrup - ist Maria Oeinck in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden.

Maria Oenick (zweite von links) wird verabschiedet, und Elisabeth Helmich (rechts) wird Willkommen geheißen von Geschäftsführer Gregor Wortmann (links) und den Leitungskollegen aus den beiden anderen Wohneinrichtungen der Tectum Caritas, Inge Wedmann-Pelka und Thomas Berning.

Zur Verabschiedungsfeier im Gebäude der Tagesbetreuung des Kardinal-von-Galen-Hauses hatte sich eine bunte Gesellschaft eingefunden, Vertreter der Bewohnerinnen und Bewohner des Kardinal-von-Galen-Hauses, die gesamte Mitarbeiterschaft des Wohnheims für Menschen mit Behinderung sowie Kolleginnen und Kollegen und Ehemalige aus den verschiedenen Bereichen des Caritasverbandes Steinfurt. Auch die Familie der gebürtigen Ochtruperin war zu diesem Anlass ins Wohnheim an der Piusstraße gekommen. Pfarrer Stefan Hörstrup feierte den Dankgottesdienst mit allen Anwesenden und wünschte Maria Oeinck Gottes Segen und einen "neuen Blick" für den nun anbrechenden Lebensabschnitt.

Der Geschäftsführer der Tectum Caritas, Gregor Wortmann, zeichnete in seiner Abschiedsrede den beruflichen Werdegang von Maria Oeinck nach. Ein Jahr, nachdem das Kardinal-von-Galen-Haus (KvG) gegründet worden war, kam Maria Oeinck vom Sozialdienst der Caritaswerkstätten Langenhorst in das KvG. In ihre Anfangszeit fallen der Bau des Apartmenthauses für das Betreute Wohnen und die Errichtung des zweiten Bauabschnittes für das Wohnheim, das damit von 24 auf 40 stationäre Plätze für Menschen mit Behinderung aufstocken konnte. In der Leitungszeit von Maria Oeinck wurden zahlreiche weitere Projekte und Veränderungsprozesse realisiert, etwa der Ausbau des Ambulant Betreuten Wohnens und zuletzt der Neubau der Tagesbetreuung für berentete Bewohnerinnen und Bewohner im vergangenen Jahr. Handlungsleitend seien ihre Fachlichkeit und Bewohnerorientierung gewesen. Insbesondere in schwierigen Situationen war Maria Oeinck zur Stelle, um nach Lösungen zu suchen, "die auch mal unkonventionell sein konnten", so Wortmann. "Ihre Haltung ist gekennzeichnet durch eine klare und konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Menschen, die im Haus wohnen", betonte der Geschäftsführer.

Die gute Arbeit des Hauses zeige sich an vielen Stellen, wie der Organisation von Ferienzeiten zu attraktiven Zielen, der Einrichtung eines Ortes des Stille und der Erinnerung auf dem Gelände des Hauses oder der Beteiligung am Ochtruper Karneval. Auch über die eigene Einrichtung hinaus hat sich Maria Oeinck in die Zusammenarbeit auf diözesaner Ebene und in der Hilfeplankonferenz beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe eingebraucht. "Unter ihrer Leitung hat sich das Wohnheim in unterschiedliche Bereiche hinein weiterentwickelt und bietet ein hochwertiges Betreuungsangebot im Sinne der Caritas", so Wortmann abschließend.

Im Folgenden bedankte sich der Vorsitzende des Heimbereites, Michael Pekala, stellvertretend für alle Bewohnerinnen und Bewohner bei Maria Oeinck für die langjährige, gute Zusammenarbeit im Kardinal-von-Galen-Haus. Das Mitarbeitenden-Team führte unter der Leitung von Elvira Fremann für ihre scheidende Leiterin ein stimmungsvolles, selbst gedichtetes Abschiedslied auf. Und die Leitungskollegen aus den beiden anderen Wohneinrichtungen der Tectum Caritas, Inge Wedmann-Pelka vom Wohnen am Irisgarten in Steinfurt und Thomas Berning vom St.-Sophien-Haus in Metelen, spielten in einer launigen Einlage "Engelchen und Teufelchen" für ihre langjährige Weggefährtin.

In ihrer Rede bedankte sich Maria Oeinck für die Anerkennung und Wertschätzung, die sie erfahren habe. "All die Aufgaben sind nicht alleine zu schaffen, sondern nur mit den Menschen, die im Kardinal-von-Galen-Haus leben und arbeiten. So entstand häufig aus einem komplizierten Durcheinander ein hilfreiches Füreinander, das zu einem Miteinander wurde", so das Fazit der Leiterin.

Die neue Einrichtungsleiterin Elisabeth Helmich (41) zollte ihrerseits der scheidenden Wohnheimleiterin Respekt. Sie übernehme "ein gut bestelltes Haus", müsse dabei allerdings in "große Fußstapfen" treten. Die Sozialpädagogin stammt aus Heek im Münsterland. Nach ihrem Masterstudium in "Public Health" arbeitete sie als Sozialdienstleiterin in einer psychiatrischen Klinik in Wuppertal. Mit ihrer neuen Tätigkeit im Kardinal-von-Galen-Haus kehrt sie nach eigenem Bekunden zurück zu ihren biographischen und beruflichen Wurzeln. "Ich freue mich, gemeinsam mit allen Mitarbeitenden im Kardinal-von-Galen-Haus den Bewohnerinnen und Bewohnern einen Lebensraum zu ermöglichen, in dem sie sich wohl und geborgen fühlen und der ihnen ebenso Freiraum wie auch hilfreiche Struktur gibt, um sich entfalten zu können."

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