Neujahrsempfang im Heinrich-Roleff-Haus

01.02.2019 // Zum Neujahrsempfang im Heinrich-Roleff-Haus konnte Einrichtungsleiter Clemens Schulze Beiering neben dem Geschäftsführer des Trägers, der Domus Caritas, Burkhard Baumann, eine Vielzahl an geladenen Gästen aus den Kirchen, aus Politik und Verwaltung sowie Vertreter des Bewohnerbeirats, Ehrenamtliche und Mitarbeitende aus dem Heinrich-Roleff-Haus und dem Caritasverband begrüßen.

Während des Neujahrsempfangs ehrten Einrichtungsleiter Clemens Schulze Beiering (rechts) und Geschäftsführer Burkhard Baumann (zweiter von rechts) langjährige Mitarbeitende: Birgit Jordan (10 Jahre), Christa Potthoff (10 Jahre), Fidan Acan (10 Jahre), Welly Trojan (10 Jahre, nicht auf dem Bild) sowie Wilhelm Wolsing, der seit 30 Jahren im Heinrich-Roleff-Haus tätig ist. Nach elf Jahren in der Einrichtung ist Güllüzar Önler Ende letzten Jahres in Ruhestand gegangen. Darüber hinaus wurden Winfried Pelster, Anja Köttig, Kathrin Mauksch, Bettina Lindt und Steffen Adam für ihre besonderen Verdienste in der Einrichtung im vergangenen Jahr hervorgehoben sowie Cornelia Uppenkamp und Margitta Thoms für ihre abgeschlossene Weiterbildung in Palliative Care gewürdigt.

Elisabeth Hünteler (rechts) und Gertrud Oletti (links) sind beide seit 20 Jahren ehrenamtlich im Heinrich-Roleff-Haus tätig und wurden von Sozialdienstleiterin Marie-Luise Eifler und Geschäftsführer Burkhard Baumann geehrt.

In seinem Vortrag gab Schulze Beiering einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Pflege im Allgemeinen und wies dabei auf einige besondere Themen hin, die gerade das Heinrich-Roleff-Haus betreffen. So ist eine verbesserte Vergütung im Bereich der Kurzzeitpflege in Kraft getreten, die im Heinrich-Roleff-Haus bereits umgesetzt wird. Diese Vergütung ist zwar "nicht viel, aber auch nicht wenig". Zudem informierte der Einrichtungsleiter, dass sich in Kürze zwei Mitarbeiterinnen zur "Beraterin Gesundheitliche Vorsorgeplanung" weiterbilden lassen werden, um eine verbesserte Begleitung der Bewohnerinnen und Bewohner am Lebensende sicherzustellen, nämlich dadurch, dass der Patientenwillen besser fixiert und dadurch auch umgesetzt werden kann.

Auch freute sich Clemens Schulze Beiering darüber, dass das Heinrich-Roleff-Haus trotz Engpass am Arbeitsmarkt bislang immer alle Stellen in der Pflege besetzen konnte. Das liege auch daran, dass unter den Pflege-Auszubildenden im Haus immer wieder eine Reihe von examinierten Pflegefachkräften in den regulären Dienst übernommen werden können, so der Leiter. Weitere Aktivitäten, die das Heinrich-Roleff-Haus in diesem Jahr beschäftigen werden, sind das neue Prüfverfahren des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK), die Reform der Pflegeausbildung hin zu einer generalisierten Ausbildung sowie die Digitalisierung der Pflegedokumentation. Baulich muss in der Einrichtung vor allem die Küche technisch und logistisch auf den heutigen Stand gebracht werden, betonte Schulze Beiering. "Es bewegt sich was in der Pflege und in unserer Einrichtung. Wir haben also viel zu tun im Heinrich-Roleff-Haus!"

Geschäftsführer Burkhard Baumann ging in seinem Statement auf den demografischen Wandel in den Kommunen vor Ort ein, der laut Pflegeplanung des Kreises Steinfurt deutlich unterschiedlich ausfällt. "Das heißt, dass auch die Lücken in der Altenhilfe vor Ort, die es zu schließen gilt, unterschiedlich sind", so Baumann. In Steinfurt-Borghorst ist die Domus Caritas aber in der glücklichen Lage, von der Pflegeberatung bis zur stationären Langzeitpflege, nämlich im Heinrich-Roleff-Haus, abgestufte und breit vernetzte Dienstleitungsangebote für ältere Menschen vorhalten zu können. "Als kirchlicher Wohlfahrtsverband haben wir aber auch den Anspruch, gesellschaftspolitischer Akteur zu sein und Forderungen der Bürgerschaft zu unterstützen." Durch die Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten, etwa den gerade im Bau befindlichen Nachbarschaftstreff im Websaal in Borghorst, engagiert sich die Domus Caritas auch in der Quartiersentwicklung aus einer sozialen Perspektive, betonte Baumann.

Pfarrer Holger Erdmann von der Evangelischen Gemeinde in Borghorst ging auf die Jahreslosung der evangelischen Kirche "Suche Frieden und jage ihm nach!" ein, die nahtlos an das Motto des Katholikentags im letzen Jahr in Münster "Suche Frieden" anschließe. Er lobte die gute und "friedliche" Zusammenarbeit der katholischen und evangelischen Gemeinden in Borghorst, denn "ein Gegeneinander passt nicht zu uns und verdunkelt sogar das Zeugnis der Christen." So begreife er sich persönlich gewissermaßen auch als seelsorglicher Mitarbeiter im Heinrich-Roleff-Haus, in das es seit 16 Jahren ein- und ausgehe.

Maria Lindemann, erste Beigeordnete der Stadt Steinfurt, überbrachte die guten Wünsche der Stadtverwaltung für das neue Jahr, vor allem Gesundheit und Freude für die Bewohnerinnen und Bewohner im Heinrich-Roleff-Haus. Ebenso dankte sie für den Einsatz aller Mitarbeitenden in der Einrichtung, vor allem auch den Ehrenamtlichen, die zu dem guten Rahmen beitragen, den die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger im Heinrich-Roleff-Haus vorfinden. Der stellvertretende Bürgermeister, Günter Hahn, wusste von einer Vielzahl an Geburtstagsbesuchen im Heinrich-Roleff-Haus zu berichten, um den jeweiligen Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtung die besten Wünsche der Steinfurter Bürgerschaft zu überbringen und den Jubilaren seinen persönlichen Respekt zu erweisen.

Pfarrer Markus Dördelmann hob die gute Atmosphäre und Menschlichkeit im Heinrich-Roleff-Haus hervor, wofür die Einrichtung zu Recht in Borghorst bekannt sei. Damit Herzlichkeit und Zugewandtheit aller im Haus Tätigen für die Bewohnerinnen und Bewohner gelebt werden kann, wünsche er sich, die manchmal überbordende Bürokratie zurück zu schneiden.

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