Jahrestreffen der Sucht- und Drogenberatungsstelle

Zu ihrem traditionellen Jahrestreffen am Anfang jeden Jahres hatte die Sucht- und Drogenberatungsstelle des Caritasverbandes Steinfurt Klientinnen und Klienten, Ehemalige sowie Freunde und Förderer zu einem offenen Nachmittag eingeladen. Dankbar zeigte sich das Team der Suchtberatungsstelle vor allem über das 40-jährige Jubiläum im vergangenen Jahr, das mit außergewöhnlichen Veranstaltungen und Aktionen begangen wurde und noch weiter nachhallen soll. So prägen seitdem die farbig-frohen Kunstwerke von Monika Scholz die Räumlichkeiten der Beratungsstelle. Mit einem Kunstprojekt für die Besucherinnen und Besucher engagiert sich die Künstlerin aus Münster auch weiterhin in der Suchtberatungsstelle.

"Dem Erleben von Heimat, das sich im vergangenen Jahr gleichsam als roter Faden durch unsere Jubiläumsveranstaltungen gezogen hat, wollen wir auch in diesem Jahr wieder gerecht werden", erklärt Heike Hille vom Team der Suchtberatungsstelle. Das bedeutet, dass die offenen Angebote wie das Montagscafé und das Offene Wohnzimmer am Mittwoch beibehalten und - wenn möglich - weiter ausgebaut werden sollen. "Oftmals ist der Bedarf unserer langjährigen Klientinnen und Klienten keine langwierige Therapie, sondern einfach nur freundliche und ehrliche Begegnung in unseren schönen Räumlichkeiten", weiß Heike Hille.

Aber auch neue, fachliche Schwerpunkte sollen im beginnenden Jahr verstärkt in den Blick genommen werden. Dazu gehört etwa das Thema "Sucht im Alter", gemeinsam mit den Einrichtungen der Domus Caritas oder die Beratung von zumeist jungen Menschen bei übermäßigem Medienkonsum. Während Kim Suer im Bereich der Prävention verstärkt in Schulen gehen wird, steht Michael Flothmann als Berater bereit, um mit Ratsuchenden an den Ursachen für das problematische Verhalten des übermäßigen Medienkonsums zu arbeiten. "Nicht die Medien an sich sind schlecht, sondern ihr übermäßiger Konsum, der zu Lasten anderer wichtiger Lebensbereiche gehen kann, etwa der Familie, von Schule und Beruf oder der sozialen Kontakte." Daher werde in der Beratung versucht, die Abhängigkeit von den Medien zu durchbrechen und zugleich die vernachlässigten Lebensbereiche zu "restaurieren", so Flothmann.

« Zurück