Ausbildungsoffensive gestartet

02.12.2018 // Chance in der Altenpflege: Die Domus Caritas gGmbH freut sich über drei neue Azubis in der Altenpflege.

Helena Braun (Stellvertretende Leiterin Sozialstation Horstmar), Dietmar Brunstermann (Stellvertretender Leiter Sozialstation Steinfurt), Tanja Abeler (Leiterin Sozialstation Steinfurt), Mechthild Bagert, Michael Hauschild, Anna-Lena Haltern (Auszubildende), Christiane Nitz (Gesamtleiterin der ambulanten und teilstationären Dienste) und Burkhard Baumann (Domus Caritas Geschäftsführer) werben für eine Ausbildung in der Altenpflege.

Von Franz Neugebauer

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wird es freuen, dass die Caritas-Sozialstation in Steinfurt jetzt drei Ausbildungsplätze für die Altenpflege eingerichtet und besetzt hat. Da durch den Anstieg der Lebenserwartung in Deutschland auch die Zahl der pflegebedürftigen, älteren Menschen wächst, steigt auch der Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal in der Altenpflege. Die Bundesregierung hat eine Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive in der Altenpflege gestartet, um die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu verbessern und die Attraktivität des Berufs zu erhöhen.

Genau in diese Richtung geht jetzt die Caritas mit den drei Ausbildungsplätzen. "In den stationären Einrichtungen der Domus Caritas werden schon viele Jahre die Ausbildung zum staatlich examinierten Altenpfleger und zur staatlich examinierten Altenpflegerin erfolgreich angeboten und durchgeführt", informiert Geschäftsführer Burkhard Baumann. In den Sozialstationen finden die externen Praktika statt. "Da wir in den Sozialstationen über viel Erfahrung in der Begleitung und Anleitung von Auszubildenden verfügen, fiel die Entscheidung leicht, selber auszubilden", fügt Christiane Nitz, Gesamtleiterin der ambulanten und teilstationären Dienste, im Gespräch mit unserer Zeitung hinzu.

Am 1. August und 1. Oktober sind nun insgesamt drei Auszubildende gestartet. Recht unterschiedlich ist ihr bisheriger Lebensweg. Die Jüngste von ihnen ist Anna-Lena Haltern. Sie hat nach der Schule ein Freiwilliges Soziales Jahr bei den sozialen Einrichtungen des DRK-Kreisverbandes Steinfurt absolviert und Spaß an der Pflege gefunden.

"Ich wollte etwas tun, was mich auch persönlich bereichert. Meine bisherige Tätigkeit im Handel befriedigte mich nicht", nennt der 36-jährige Michael Hausschild den Grund für seine neue Ausbildung. Es sei wohl eine besondere Fügung gewesen, in diesen Ausbildungszweig zu kommen. Es habe eine Ausschreibung bei der Arbeitsagentur gegeben. Bereits 20 Minuten nach dem Hochladen habe er diese gesehen und sich beworben.

Mechthild Bagert, die dritte im Bunde, hat bei der Caritas bereits als Altenpflegehelferin gearbeitet. Jetzt kann sie über die Weiterbildungsförderung der Bundesagentur für Arbeit die dreijährige Ausbildung nachholen.

"Der Beruf ist interessant und abwechslungsreich", weiß Christiane Nitz aus eigener Erfahrung. Und sie animiert weitere junge Menschen für eine Ausbildung. Voraussetzung ist ein mittlerer Bildungs- oder Hauptschulabschluss. Die Ausbildung umfasst unterschiedliche Praxisblöcke, die nicht nur in der eigenen Einrichtung stattfinden. Die Auszubildenden haben dadurch die Möglichkeit, das Arbeiten in den stationären Einrichtungen, in der Tagespflege und durch Einsätze im Krankenhaus in verschiedenen Bereichen kennen zu lernen. Hier werden Vertiefungsschwerpunkte ermittelt, wie beispielsweise die geriatrische Pflege, Einsätze in der Chirurgie oder die gerontopsychiatrische Pflege.

Als "durchaus interessant" nennt Burkhard Baumann die Ausbildungsvergütung, die sich nach den Arbeitsvertragsrichtlinien der Caritas richtet. Sie beträgt im ersten Lehrjahr 1090,69 Euro, erhöht sich auf 1152,07 Euro im zweiten Lehrjahr und endet mit 1253,38 Euro im dritten Lehrjahr. Hinzu kommen Pflege- und Schichtzulagen sowie Weihnachts- und Urlaubsgeld. Wer sich unter diesen Voraussetzungen für eine Ausbildung in der Altenpflege interessiert, kann in der Caritas-Sozialstation in Horstmar unter Telefon 025 58-902210 melden, in den SenTa-Tagespflegen in Borghorst oder Altenberge hospitieren oder persönlich zu einem Gespräch in den Sozialstationen in Steinfurt, Ochtrup und Horstmar vorbeikommen.

Quelle: Westfälische Nachrichten

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