Ausstellung in der Suchtberatungsstelle eröffnet

25.09.2018 // Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Suchtberatungsstelle des Caritasverbandes in Steinfurt-Borghorst ist eine Bilder-Ausstellung der Künstlerin Monika Scholz aus Münster eröffnet worden.

Das Team der Suchtberatungsstelle freut sich über die Ausstellung der Künstlerin Monika Scholz als Dauerleihgabe für ihre Räumlichkeiten. Von links: Geschäftsführer Burkhard Baumann, Festrednerin Annette Niewöhner und Künstlerin Monika Scholz sowie das Team der Suchtberatung, Kim Suer, Ruth Melzer, Heike Hille, Hannah Tittmann, Michael Flothmann sowie Nicole Schönbeck.

Von links: Festrednerin Annette Niewöhner, Künstlerin Monika Scholz und Geschäftsführer Burkhard Baumann

Monika Scholz: Die studierte Germanistin und Theologin widmet sich nach 25-jähriger Tätigkeit als Lehrerin seit 2005 ganz der freien Arbeit als Künstlerin. Seitdem stellt sie regelmäßig an unterschiedlichen Orten aus – etwa bei der Kreissparkasse oder dem Kunstverein in Burgsteinfurt, dem Kulturspeicher Dörenthe bei Ibbenbüren oder im Kloster Bentlage in Rheine.

Der Geschäftsführer des Caritasverbandes Steinfurt, Burkhard Baumann, begrüßte die anwesenden Gäste in den Räumlichkeiten der Suchtberatungsstelle, vor allem auch die anwesende Künstlerin Monika Scholz. Die Ausstellung ihrer Bilder steht wie das ganze Jubiläum der Suchtberatungsstelle unter dem Thema "Ein Stück Heimat". "Dabei ist mit dem Begriff 'Heimat' sowohl ein Ort als auch ein Gefühl gemeint, welches suchtkranke Menschen in der Beratungsstelle gefunden haben", erklärte Baumann. Hinter dieser Ausstellung stehe also eine "soziale Idee", die sich auch in dem Kunstprojekt zeigen wird, das Monika Scholz mit den suchtkranken Menschen in Kürze starten wird. Unter Anleitung der Künstlerin sollen die Klientinnen und Klienten der Beratungsstelle Gelegenheit erhalten, eigene Werke anzufertigen und ebenfalls in der Beratungsstelle auszustellen, um für sich damit noch ein Stück mehr Heimat zu schaffen, so der Geschäftsführer.

Festrednerin Annette Niewöhner, Pädagogin und Freundin der Künstlerin, erklärte, dass der Titel der Ausstellung "Ein Stück Heimat" auch auf den "Prozess der Rückgewinnung des eigenen Selbst" suchtkranker Menschen mit Unterstützung der Beraterinnen und Berater in der Suchtberatungsstelle abzielt. So stellten die ausgestellten Bilder ebenfalls einen Prozess dar, nämlich "eine biographische Dokumentation eines Beheimatungsprozesses", der nach einer tiefen persönlichen Krise der Künstlerin begonnen habe. Dabei zeige Monika Scholz mit ihren Arbeiten, "dass eine Krise auch immer die Chance beinhalten kann, zu wachsen, etwas Neues zu beginnen und auszuprobieren". Weil es der Künstlerin ein besonderes Anliegen sei, "dass auch Andere durch persönliche Krisen hindurch den Mut finden, nach neuen Wegen zu suchen, um sich auf neue Weise zu beheimaten", seien die 33 abstrakten Kunstwerke von Monika Scholz auch als Dauerleihgabe an die Suchtberatungsstelle und den dortigen Klientinnen und Klienten gedacht, so Annette Niewöhner.

Monika Scholz: "Die Ausstellung verstehe ich als eine 'Dokumentation' meiner Strategie zur Bewältigung von krisenhaften Entwicklungen, vor denen sich niemand schützen kann, weil sie zur Mensch-werdung und zur inneren Reifung gehören."

Annette Niewöhner: "Die Bilder tragen keinen Titel, sondern sind eine Einladung, ihre Inhalte für sich selbst zu finden und eigene Assoziationen fließen zu lassen. Kunst wird somit zu einem Echoraum der eigenen Gefühle, Erinnerungen und Erfahrungen des Betrachters und der Betrachterin."

Monika Scholz: "Ich möchte mit dieser Ausstellung ein Zeichen setzen und Menschen ermutigen, Eigenes zu probieren."

Annette Niewöhner: "Monika Scholz lädt mit dieser Ausstellung ein, mithilfe ihres Kunstprojekts dem eigenen Gestaltungswillen Ausdruck zu geben und damit einen Schritt in eine neue Welt zu tun und sich eine neue Heimat zu schaffen."

Weitere Bilder von der Ausstellungseröffnung

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