Neuer Sozialpunkt in Burgsteinfurt

Der neue Sozialpunkt "Haus am Hoek", getragen vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Steinfurt und dem Caritasverband Steinfurt, hat ab sofort seine Türen geöffnet. Die vergrößerte Kleiderstube des SkF mit seinen 38 Ehrenamtlichen gewährleistet nun wieder regelmäßige Öffnungszeiten an drei Tagen in der Woche. Ergänzend dazu bietet der Fachbereich Gemeindecaritas in den Büroräumlichkeiten in der ersten Etage regelmäßige Sprechstunden für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe sowie Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer an. Die Sozialstation der Domus Caritas steuert ein Beratungsangebot rund um das Thema Pflege bei, und Pastoralreferentin Andrea Wesselmann von der katholischen Pfarrei in Steinfurt wird ab Mai ein monatliches Café mit "offenem Ohr für alle" veranstalten.

Zur Feier der Einsegnung der neu gestalteten Räumlichkeiten am Viefhoeck 7 in unmittelbarer Nähe zur Burgsteinfurter Innenstadt konnten die Vorsitzende des SkF, Dorothea Mundus, und der Geschäftsführer des Caritasverbandes, Gregor Wortmann, neben Pfarrer Markus Dördelmann von der katholischen Pfarrei auch Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer und die Beigeordnete Maria Lindemann sowie Pfarrer Guido Meyer-Wirsching von der evangelischen Kirchengemeinde Burgsteinfurt begrüßen.

Einrichtungen wie dieser neue Sozialpunkt müssten "leben", um darin "Gutes für die Menschen zu bewirken", erklärte Pfarrer Dördelmann während der Segnung. Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer freute sich über die Eröffnung des Sozialpunktes. Als neuer Ort der Begegnung und Kooperation verschiedener Träger sei die Einrichtung eine Bereicherung für die ganze Stadt. Pfarrer Meyer-Wirsching begrüßte ebenfalls die Neueröffnung des Sozialpunktes in unmittelbarer Nachbarschaft der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland. Er zeigte sich zudem zuversichtlich auch über das weitere ökumenische Miteinander in Burgsteinfurt.

Auch Geschäftsführer Gregor Wortmann war hoch erfreut über die Inbetriebnahme der neuen Einrichtung. Bereits vor zwei Jahren sei mit der Planung dieses neuen Kooperationsprojektes begonnen worden. Daran beteiligten sich unter anderem Mitglieder des katholischen und evangelischen Seelsorgeteams, Ehrenamtliche verschiedener Gruppen, Mitarbeitende der verschiedenen Beratungsdienste des Caritasverbandes sowie Vertreter der Stadt Steinfurt. Zeitgleich schaffte es der SkF aus eigenen Kräften, ein neues Vorstandsteam zu bilden, das mit Enthusiasmus die Weiterentwicklung der Kleiderstube in Angriff nahm, zeichnete Wortmann den engagierten Weg der Gründung des neuen Sozialpunktes nach.

"Der Leitgedanke der christlichen Caritas, der die Pfarrei, den SkF und den Caritasverband miteinander verbindet, soll an diesem Ort und durch gemeinsames Tun sichtbar werden", erläutert Gemeindecaritas-Referentin und Projektleiterin Annika Koke die Konzeption des Sozialpunktes. Die Kunden der Kleiderkammer finden nun im selben Haus zusätzlich die Fachdienste des Caritasverbandes und künftig möglichst auch anderer Träger für verschiedene Lebenslagen. Zudem soll die Verbindung des Fachdienstes Gemeindecaritas zu den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern gestärkt und damit deren Engagement unterstützt werden. So sei der Entwicklungsprozess des Sozialpunktes "Haus am Hoek" keineswegs abgeschlossen, sondern wird weiter an Fahrt aufnehmen, zeigt sich Annika Koke optimistisch.

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