Erstes Trainee-Programm in Altenhilfe erfolgreich abgeschlossen

07.10.2019 // Kooperationsprojekt der Caritas mit Fachhochschulen / Prägung der Persönlichkeit / Alle fünf Teilnehmer sind schon vermittelt

Foto: Fünf Trainees freuten sich mit Vertretern des Diözesancaritasverbandes Münster, der beteiligten Caritasverbände und Fachhochschulen über den erfolgreichen Abschluss des ersten Durchlaufs. (Foto: Caritas Münster)

Münster (cpm). Der erste Durchgang ist erfolgreich abgeschlossen. Fünf Trainees in Einrichtungen der Altenhilfe der Caritas im Bistum Münster konnten ihr Abschluss-Zertifikat aus den Händen von Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann entgegen nehmen. Ein Jahr lang hatten die Absolventen ein Praxisprogramm in verschiedenen Handlungsfeldern der Altenhilfe bei den Caritasverbänden Geldern-Kevelaer, Münster und Steinfurt durchlaufen. Als Kooperationsprojekt war das Trainee-Programm unter Federführung des Diözesancaritasverbandes mit den örtlichen Caritasverbänden sowie den Fachhochschulen Münster und Niederrhein zum ersten Mal durchgeführt worden.

Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann hob hervor, dass das Trainee-Programm neben der Praxis-Erfahrung vor allem zur Prägung der Persönlichkeit der Trainees durch die caritativen Einrichtungen der Altenhilfe beigetragen habe. Burkhard Baumann, Geschäftsführer der Domus Caritas in Steinfurt als Vertreter der beteiligten Träger, resümierte die Kooperation mit dem Spitzenverband und den beteiligten Ortscaritasverbänden als "erste, gemeinsame Reise", die sich als sehr erfolgreich erwiesen habe. "Es war viel los in der Praxis, wovon die Trainees profitieren konnten."

Auch die anderen Trägervertreter und Einrichtungsleiter äußerten sich positiv zum Trainee-Programm. Da sich auf Stellenausschreibungen für Leitungspositionen immer weniger qualifizierte Bewerberinnen oder Bewerber meldeten, sei es besonders wichtig, Führungsnachwuchs zu motivieren und auszubilden. Dazu habe das Trainee-Programm einen wichtigen Beitrag geleistet. Auch aus wirtschaftlicher Perspektive sei die Investition in ein solches Trainee-Programm sinnvoll, da durch die zusätzliche Kraft in der Einrichtung eine Reihe von Nebeneffekten entstehe, etwa die Kooperationen mit der jeweiligen Hochschule.

Jeanette Niehsen drückte in Vertretung der fünf Trainees ihre Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber dem Diözesancaritasverband und den Trägerverbänden sowie den Mitarbeitenden in den Altenpflegeeinrichtungen aus, "für die beruflichen und persönlichen Erfahrungen, die wir im Verlauf des vergangenen Jahres machen durften." Alle fünf Trainees haben bereits eine Anstellung in der Leitung von Altenhilfeeinrichtungen gefunden. "Sehr positiv" hätten Träger bei der Bewerbung auf das Trainee-Programm reagiert, berichtete ein anderer Teilnehmer. Anders als Bewerber, die bisher nur ein fachliches Studium etwa im Bereich Pflegemanagement absolviert haben, könnten die Trainees bereits auf fundierte Praxis-Erfahrungen in der Führung von Einrichtungen zurückgreifen.

Begonnen wurde mit den ersten Überlegungen zur Implementierung eines Trainee-Programmes in der Altenhilfe im Bereich des Bistums Münster vor drei Jahren. "Möglich geworden ist das Programm durch einen nachhaltigen Einsatz der jeweiligen Geschäftsführer, die Führungskräftegewinnung als Strategieprozess verstehen", erklärt Projektkoordinatorin Anne Eckert vom Diözesancaritasverband. "Die jungen Trainees haben frischen Wind in die Einrichtungen gebracht", freut sich Eckert. Das zweite Trainee-Programm mit neun Trainees geht daher bereits im Oktober wieder an den Start.

068-2018 (hgw) 7. Oktober 2019

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